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Sparkassenverbands Niederbayern legt deutlich überdurchschnittliche Bilanz 2018 vor

Gutes Kreditgeschäft dank brummender Wirtschaft

Landshut 19.03.2019 Die Bilanzsumme Sparkassenverbands Niederbayern ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro angewachsen. Die Steigerung liegt deutlich über dem bayern- und bundesweiten Durchschnitt.

Die Bilanz sei „außergewöhnlich zufriedenstellend“, sagte Vorstandsvorsitzender Dietmar Bruckner (re. im Bild), als er die Zahlen am Dienstag in Landshut zusammen mit dem Vorsitzenden des Sparkassenbezirks-verbands Niederbayern, Passaus Landrat Franz Meyer,  vorstellte. Den größten Anteil am Wachstum des Banken-verbandes hatte in Zeiten niedriger oder sogar negativer Zinsen das Kreditgeschäft. Hier legten die niederbayerischen Sparkassen im Vergleich zu 2017 um 6,0 Prozent zu. Bayernweit lag der Zuwachs im Kreditgeschäft nur bei 4,1 Prozent, der durchschnittliche Zuwachs aller deutschen Sparkassen lag sogar nur bei 3,7 Prozent.

Kreditforderungen in Höhe von fast 13 Milliarden Euro hatte die Sparkasse zum 31. Dezember 2018 auf der Habenseite. Mehr als die Hälfte aller 2018 neu vergebenen Darlehen – insgesamt rund 2,8 Miliarden Euro – ging an Unternehmen. „Sie sind trotz leichter Eintrü-bung des konjunkturellen Ausblicks zu Investitionen bereit“, stellte Bruckner fest. Privatpersonen, zumeist Häuslebauer, waren für knapp 40 Prozent der ausgegebenen Darlehen verantwortlich.

Auch Spareinlagen steigen

Trotz des niedrigen Zinsniveaus verzeichnete die Sparkasse Niederbayern auch bei den Spareinlagen einen Zuwachs von 5,5 Prozent – ebenfalls überdurchschnittlich im Vergleich mit allen Sparkassen in Bayern und im Bund. Gut 16 Milliarden Euro an Kundeneinlagen ver-walteten die niederbayerischen Sparkassen Ende 2018.

Bruckner ging in der Pressekonferenz auch auf die verschiedenen Möglichkeiten zum digitalen Bezahlen ein. Diese würden immer wichtiger, seien für die Sparkasse aber auch kostenintensiv. Das Verhältnis zwischen Kunden, die ihre Geldgeschäfte in einer Filiale ab-
wickeln, und denen, die das im Internet machen, sei derzeit in etwa ausgewogen. „Ich denke, dass die Quote der Online-Banker auf 70 Prozent anwachsen wird“, sagte der Vor-standsvorsitzende.

Damit geht auch der Abbau der Filialen weiter. 242 mit knapp 3.800 Mitarbeitern gibt es noch in Niederbayern. Der Abbau laufe je nach Region unterschiedlich. Im Bereich Landshut werden bis 2025 etwa zehn Prozent der Filialen geschlossen, schätzt Bruckner. Trotzdem werde die Sparkasse immer auch Beratung vor Ort anbieten. Das Netz werde aber weitmaschiger.