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Tourismusverband Ostbayern (TVO) notiert für 2018 ein Rekordjahr

Regensburg/Landshut 11-01-2019. Bei den Gästeankünften wird die Region Osrtbayern für 2018 ein Rekordjahr verbuchen, prognostiziert TVO-Vorstand Michael Braun. 5,03 Millionen Gästeankünfte waren es von Januar bis November. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 2,3 Prozent. Bei den Übernachtungen legte Ostbayern um ein Prozent auf 16,4 Millionen zu. Hier werde es nicht für einen neuen Rekord reichen.

„Wir sind dennoch sehr zufrieden nach einem Jahr, das mit einer guten Wintersaison begann und dann fast nahtlos in einen Sommer mit großer Hitze übergegangen ist“, sagt Braun. Wetterextreme wirken sich nie positiv auf den Tourismus aus. Durchschnittliches Wetter sei besser für das Geschäft. Bei großer Hitze hätten die Leute keine Lust auf körperliche Aktivitäten wie Rad-fahren. Von Hitze profitiere auch das Thermenland nicht unbedingt. „Die Leute gehen dann lieber an einen See. Aber so was wie den Chiemsee haben wir eben in Ost-bayern nicht.“

 

Rund 50.000 Übernachtungen verzeichnete der Tourismusverband Ostbayern (TVO) in seinem Gründungsjahr 1949. Heuer feiert er sein 70-jähriges Bestehen. Die Zahlen für 2018 liegen zwar noch nicht vollständig vor, aber für Januar bis November weist der Verband über
16 Millionen Übernachtungen aus. Rückblickend auf die vergangenen Jahrzehnte sagt Braun: „Wir können stolz auf die tolle Entwicklung des Tourismus in Ostbayern sein.“

Wenn Braun vom Tourismus in Ostbayern spricht, dann meint er damit die Regionen Bayerischer Wald, Bayerischer Jura, Oberpfälzer Wald sowie das Bayerische Golf-und Thermenland.

Wachstumsmarkt Langlauf

Von großer Hitze zu viel Schnee: Über einen Mangel an der weißen Pracht kann sich in Ostbayerns Skigebieten derzeit niemand beschweren. „Dennoch ist klar: Die schneesicheren Tage werden weniger“, so Braun. Auf die klassischen Skigebiete in der Region sieht er in den kommenden Jahren zwar keine großen Probleme zukommen. Diese seien alle vernünftig aufgestellt. Aber ohne Beschneiung werde es nicht gehen. In Zeiten des Klimawandels müsse man sich deshalb auf die Suche nach alternativen Angeboten für die Touristen machen.

Braun erklärt auch: „Hardcore-Skifahrer suchen sich kein Urlaubsziel in unserer Region, sondern fahren in die Alpen.“ Gäste, die im Winter nach Ostbayern kommen, seien Winter-Erholungsgäste. „Nur 25 Prozent unserer Übernachtungsgäste sind Wintersportler und da-von sind 17 Prozent Langläufer.“

Langlauf sei ein Wachstumsmarkt, da der Einstieg in diesen Sport einfacher sei als Alpin und günstiger. Dieser Entwicklung trägt der Verband Rechnung. Ab Februar steht Langläufern der Loipenmanager zur Verfügung. Dieser soll Informationen über den Zustand der Loipen in Echtzeit wiedergeben. Die Datenpflege erfolgt über manu-elle Eingabe oder über eine App direkt vor Ort, zum Beispiel durch die Loipenspurgerätefahrer. Die Informationen über den Zustand der Loipen werden dann über verschiedene Internetseiten abrufbar sein. Mit 261 Loipen und 1643 Loipenki-lometern ist der Bayerische Wald laut Braun die größte Langlaufregion in Deutschland.

Ein Pluspunkt für den Wintersport in der Region sind Braun zufolge auch die Tagesgäste aus Tschechien. „Die grenznahen Skigebiete profitieren davon sehr stark, denn der Anteil der Tagesgäste aus dem Nachbarland liegt bei 40 Prozent. Ohne die hätte manches Gebiet ein Problem.“

Grenzüberschreitend attraktiv ist Ostbayern auch für Wanderer

Im Frühjahr sind zu den 660 Kilometern des ostbayerischen Wanderweges Goldsteig, der von Passau bis Marktredwitz verläuft, 600 weitere Kilometer in Tschechien hinzugekommen. 13 Wege verbinden den bayerischen und tschechischen Teil. Damit ist laut Braun eines der größten zusammenhängenden Wanderwegenetze Europas entstanden.

Der Niederbayerntour-Radweg wurde im August eröffnet. Die in sieben Etappen aufgeteilte Strecke führt über 244 Kilometer von Passau über Landshut nach Regensburg. Begleitend zur Tour wurden mehrere Erlebnisrunden ausgeschildert, auf denen die Radfahrer die jeweilige Gegend noch genauer erkunden können. Diese Erlebnisrunden will der TVO heuer ausbauen. Mehrere Radreiseveranstalter haben Braun zufolge die Niederbayerntour bereits in ihr Programm aufgenommen. „2019 werden wir auf der Strecke noch Zählstationen installieren, um zu sehen, wie stark die Strecke genutzt wird.“

Bei Mountainbikern punkten

Die Niederbayerntour ist laut Braun ein Angebot für Genussradler. Körperlich anspruchsvoller ist das zweite Rad-Projekt, das im September für die Urlauber freigegeben wurde: die „Trans Bayerwald“-Runde. Das ist eine 700 Kilometer lange Mountainbike-Tour, die zwischen Furth im Wald und Passau durch den Bayerischen Wald verläuft. Ab Mai dieses Jahres wird die Strecke durchgehend beschildert sein. Schon jetzt seien die Rückmeldungen zur Tour sehr positiv, so Braun. Er hofft, dass der Bayerische Wald mit der neuen Strecke seinen deutschlandweit sehr guten Ruf bei Mountainbikern weiter ausbauen kann.

Auf dem Erreichten der vergangenen Jahrzehnte ausruhen, hat der TVO nicht vor. Wie in jeder anderen Branche gilt auch im Tourismus: Stillstand ist Rückschritt. Gerade arbeitet der Verband an einer Kommunikationsplattform, auf der sich alle, die in der Branche aktiv sind, über Projekte und Ideen austauschen können. Die Arbeit gehe nicht aus, denn Herausforderungen gebe es immer zu meistern – früher wie heute, so Braun.